Grenzüberschreitende Besucherlenkung im Lecknertal

Grenzüberschreitende Besucherlenkung im Lecknertal

Die Winter der letzten Jahre waren durch vergleichsweise niedrige Schneehöhen geprägt – vielleicht Auswirkungen des Klimawandels!? Bei den Zahlen der Skitourengeher ist ein anderer Trend erkennbar: Skitourengehen hat in den letzten Jahren einen deutlichen Zulauf erfahren. Das Internet stellt mit zahlreichen Portalen für Jedermann unzählige Tourentipps und Routen zur Verfügung. So ist es nicht erstaunlich, dass viele Gebiete stärker frequentiert werden als noch vor einigen Jahren. Durch die niedrigen Schneehöhen verschiebt sich das Geschehen in die schneesicheren, höhergelegenen Gebiete.

Ein Beispiel hierfür ist das Lecknertal im Naturpark Nagelfluhkette. Der untere Teil des Tales liegt in Hittisau, während der obere Teil sich im Gemeindegebiet Oberstaufen befindet. Das Tal bietet durch seine Lage meist den gesamten Winter die Möglichkeit Ski- und Schneeschuhtouren zu gehen. Deshalb ist es seit einigen Jahren stark besucht. Im ersten Schritt der neuen Besucherlenkung fand eine gemeinsame Begehung der Naturparkranger mit den zuständigen Waldaufsehern Christian Natter und Klemens Nenning statt. Die Ortskenntnisse und das Fachwissen der beiden Förster sind eine große Hilfe. Vom Koppachstein aus konnten wir die gesamte Südseite des Tals einsehen und uns einen Überblick verschaffen. Die häufig befahrenen Routen zeichneten sich im Schnee deutlich ab. Das momentane Lenkungskonzept wird dieses Jahr unter die Lupe genommen und soll kommenden Winter weiter verdichtet und optimiert werden.

Auch der Koppachstein wird künftig ins Besucherlenkungskonzept eingebunden. Ziel ist es die Wildruhezonen am unteren Teil des Südhanges, sowie die Birkwildeinstände vor Beunruhigungen zu schützen und die Besucherlenkung für Freizeitnutzer nachvollziehbar zu gestalten. Wir freuen uns auf die weitere grenzüberschreitende, gute Zusammenarbeit!

verfasst von: Max Löther - Ranger