Die Arnika (Arnica montana)

Die aromatisch duftende Arnika ist mit ihren bis zu acht Zentimeter großen, goldgelben Blütenkörbchen eine auffällige Erscheinung. Sie blüht zwischen Juni und August auf mageren, kalkarmen Bergwiesen und Weiden, in lichten Wäldern sowie in den Mooren des Naturparks. Früher war die Pflanze in den Bergen auf sonnigen Wiesen bis in 2000 Metern Höhe sehr weit verbreitet. Aufgrund ihrer Verbreitung in Bergregionen wird die geschützte Blume auch Berg-Wohlverleih oder Bergwurz genannt und zählt sicherlich zu den bekanntesten Heilpflanzen der Alpen. Ihr "Durchbruch" in der Pflanzenheilkunde kam für die Arnika durch den Allgäuer Heilkundigen Sebastian Kneipp. Er soll damals gesagt haben: "Arnika ist nicht mit Gold zu bezahlen." Arnikatinkturen und Salben unterstützen mit ihrer schmerzstillenden, entzündungshemmenden und keimtötenden Wirkung die Wundheilung.

Die lichtliebende Arnika blüht zwischen Juni und August auf mageren Bergwiesen und Weiden, Heideflächen und Moorrändern, seltener auch in lichten Wäldern des Naturparks. Für ihre Vermehrung benötigt sie vegetationsarme Stellen, die durch Trittschäden oder Wühltätigkeit entstehen. Dünger verträgt der Bergwohlverleih nicht gut.

Die Arnika ist eine von 40 "nationalen Verantwortungsarten" in Deutschland. Das sind Tiere und Pflanzen, für die wir alle besondere Verantwortung tragen, weil sie nur in Deutschland vorkommen oder weil ein hoher Anteil der Weltpopulation hier lebt und wächst. Die intensivere Bewirtschaftung mit viel mehr Vieh auf den Weiden und das Verbuschen der Wuchsorte sind für den starken Rückgang der Arnika verantwortlich. In kleinem Maß kann jedoch jeder die Arnika schützen: indem er die Blume, wenn er sie sieht, nicht pflückt, sondern stattdessen ein Foto macht. So kann sich auch der nächste Wanderer an der "kleinen Sonne" und ihrem Duft erfreuen.