Auerhahn

Lebensraum

Das Auerhuhn kommt nur noch vereinzelt in Wäldern mit Fichte, Weißtanne, Rotbuche und Bergahorn vor, wobei der Anteil an Nadelbäumen überwiegt. Es muss genug Licht auf den Boden dringen, um eine reichhaltige, nicht zu dicht stehende Vegetation aus Zwergsträuchern zu bieten. Hähne schätzen Bestände mit hohem Altholzanteil, Hennen sind auch in Mooren zu finden. Zudem werden Lichtungen als Balz-, sowie Start- und Landeplätze benötigt.  

Nahrung

Auerhühner sind vorwiegend Pflanzenfresser: Im Frühjahr werden Triebe und Blätter von Wollgras verzehrt, im Sommer vor allem Heidel-, aber auch Preisel- und Rauschbeeren. Im Winter begnügen sich die Auerhühner mit Trieben und Nadeln von Bäumen, hauptsächlich von Fichten, Tannen, Buchen und Kiefern. Um diese Kost besser verdauen zu können, nehmen sie „Magensteinchen“ auf, die die Nahrung im Magen zerkleinern. Jung- und Altvögel schätzen Ameisen als Nahrungsquelle.  

Verhalten

Das Auerhuhn ist tagaktiv und hält sich meist am Boden auf. Die Nacht verbringt es allerdings auf Schlafbäumen. Ein beeindruckendes Naturerlebnis stellt die Balz dar, die ab März stattfindet: Der Auerhahn beginnt seinen Balztanz zunächst frühmorgens auf einem Baum, wobei er seine prächtig schimmernden Schwanzfedern zeigt und auf waagrechten Ästen stolziert. Der Balzgesang beginnt mit einem „Knappen“, das sich bis zum „Triller“ steigert und mit einem „Schnalzen“ abgeschlossen wird. Anschließend begibt er sich auf den Boden, um sich mit den Hennen zu paaren.

Gefährdung

Vor allem der Mensch gefährdet die Population des sehr störempfindlichen Auerwildes, indem er dessen Lebensraum verändert: Freizeitaktivitäten von Wanderern, Schneeschuhgehern, Skitourengehern, Langläufern usw., die in den Lebensraum der Auerhühner eindringen, eine intensive touristische Nutzung und Forstwirtschaft oder die Erschließung noch unberührter Waldgebiete sind nur einige der negativen Einflüsse auf den Bestand.

Wegen ihrer beachtlichen Körpergröße verlieren Auerhühner sehr viel Energie, wenn sie zur Flucht auffliegen müssen.  

Deshalb empfehlen wir:

  • Halte dich im Wald an Forststraßen oder markierte Routen.
  • Vermeide es, in der Dämmerung unterwegs zu sein, dann sind die Auerhühner auf Nahrungssuche.
  • Beachte Wildruhezonen und Wildschutzgebiete.