Flussuferläufer

Lebensraum

Der kleine Watvogel mit den langen Beinen brütet im Naturpark nur an wenigen Stellen entlang der Iller, der Bolgenach und der Subersach. Seine Bodennester baut er auf ungestörten Kiesbänken und kleineren Flussinseln. Außerhalb der Brutzeit im Sommer sind die Vögel weniger an den Lebensraum Wildfluss gebunden und bewohnen verschiedenste Gewässertypen.

Nahrung

Im Sommer stakst dieser seltene kleine Watvogel durch das seichte Wasser oder hält am Ufer Ausschau nach kleinen Krebsen und Insekten. Dabei wippt er wie die Bachstelze auffällig mit den Schwanzfedern.

Verhalten

Als Zugvogel verbringt der Flussuferläufer den Winter meist in Afrika und kehrt erst zu Beginn der Brutzeit im April nach Europa zurück. Hier finden sich die Vögel zu Pärchen zusammen. Gemeinsam scharren sie die Nestmulde, die das Weibchen mit einigen Zweigen und Blättern auskleidet und meist vier gesprenkelte Eier darin ablegt. Gebrütet wird abwechselnd. Da die ungeborenen Küken Wärme brauchen, um sich zu entwickeln, ist es fatal, wenn die Eltern beim Brüten aufgescheucht werden.

Geschickt lenken Flussuferläufer nahende Fressfeinde vom Nest ab, indem der nicht brütende Elternteil so tut, als sei er verletzt und klagendes Piepen von sich gibt. Hat er den potentiellen Angreifer weit genug vom Nesr fort gelockt, fliegt er blitzschnell davon und kehrt auf Umwegen zum Nistplatz zurück. Nach 21 Tagen Brutzeit und weiteren 21 Tagen liebevoller Aufzucht sind die Jungvögel flügge.

Gefährdung

Der Flussuferläufer ist in Deutschland vom Aussterben bedroht und in Österreich stark gefährdet.

Da der Flussuferläufer sein Nest sehr gut tarnt, übersehen Menschen die Eier oder Küken und zertreten das junge Leben ohne böse Absicht.


Deshalb empfehlen wir:

Bei Freizeitaktivitäten in Ufernähe immer auf den Boden oder plötzlich auffliegende Vögel zu achten. So kann man einen Bogen um das Gelege machen und gibt den jungen Flussuferläufern die Chance, im Oktober selbst ihre lange Reise nach Süden anzutreten.