Alpenschneehuhn

Aussehen

Im Sommer sind die Männchen grau-, die Weibchen gelbbraun und nur die Flügel weiß. Im Winter tauschen die Schneehühner als einzige Vogelart ihre dunkle Farbe gegen ein schneeweißes Federkleid – einzig der Schwanz bleibt schwarz und das Männchen hat einen schwarzen Streifen zwischen Schnabel und Auge sowie rote Augenwülste. Das Winterkleid verbirgt das Schneehuhn vor Feinden und schützt es, weil es dichter ist, vor Kälte. Sogar die Zehen sind im Winter befiedert, wodurch die Tiere weniger im Schnee einsinken.  

Lebensraum

Das Alpenschneehuhn hält sich vorwiegend in einer Höhe von 2000 bis 2500m auf. Es lebt in strukturreichen Landschaften mit einem nahrungs-, deckungs- und aussichtsreichen Wechsel aus Schneetälern, Graten, Kuppen und Hängen. Nach der Brutzeit streift das Schneehuhn vermehrt umher und gelangt gelegentlich bis in Höhen von 3600m. Mit dem Einschneien kehren die Vögel ins Brutgebiet zurück, wo die Hähne wieder ein Territorium besetzen.  

Nahrung

Das Schneehuhn ernährt sich von Trieben, Knospen, Samen und Beeren von Zwergsträuchern wie Heidel- und Preiselbeere und Alpenkräutern.  

Verhalten

Alpenschneehühner halten sich vor allem am Boden auf und sind dämmerungs- und tagaktiv. Sie verlassen sich auf ihre optimale Tarnung und bewegen sich stets sichernd und geduckt. Bei eisiger Kälte und zur Nachtruhe begeben sich die Tiere in selbst gegrabene Schneehöhlen. Den Winter verbringen sie einzeln oder in kleinen Gruppen, zur Balzzeit werden Reviere durch die Hähne abgegrenzt und besetzt. Dann sind diese bei ihren Balzflügen zu sehen – mit ihren weißen Flügeln und dem dunklen Körper sind die Hähne im Flug sehr auffällig.  

Gefährdung

Da das Schneehuhn auf seine optimale Tarnung vertraut, bleibt es bei Annäherung eines Menschen lange im Schnee. Der Puls geht dabei stark zurück. Erst im letzten Moment flüchtet es und der Puls schießt in die Höhe, was hohe Energieverluste zur Folge hat. Durch den ganzjährigen Massentourismus und die winterliche Nutzung der Lebensräume des Alpenschneehuhns, z.B. durch Skitourengänger und Schneeschuhwanderer, kann es beeinträchtigt werden. Der Wintertourismus im Spätwinter, während der Balzzeit, kann sich negativ auf den Bruterfolg auswirken.  

Das Alpenschneehuhn bevorzugt zur Nahrungssuche schneefreie Flächen (z.B. windexponierte Grate). Schneehöhlen werden im Pulverschnee angelegt, meist in windgeschützten Nordlagen.  

Deshalb empfehlen wir:

  • Meide schneefreie Flächen.
  • Beachte Wildruhezonen.