Steinadler

Lebensraum

Der große Greifvogel mit über zwei Metern Flügelspannweite brütet und jagt vor allem an den Bergen der Nagelfluhkette. Am späten Vormittag gleitet er im energiesparenden Segelflug an südexponierten Hängen entlang. Der Adlerhorst liegt meist unterhalb des Jagdreviers, da Beutetiere einfacher bergab zu tragen sind.  

Nahrung

Steinadler sind durch ihren kräftig Körperbau in der Lage Hasen, Murmeltiere und sogar Gämsen zu reißen. Erwischt werden in der Regel kranke und schwache Tiere. Im Winter hält der Greifvogel auch nach Aas Ausschau. Auf diese Weise sorgen Adler in vielen Teilen der Welt dafür, dass sich keine Krankheiten ausbreiten. Griefvogelschutz bedeutet also immer auch Naturschutz.

Verhalten

Steinadler sind während der Brutzeit von März bis August gegenüber Störungen sehr empfindlich. Das geht soweit, dass die Vögel manche Nester vorzeitig aufgeben. Die Aufgabe des Männchens ist es, den Horst zu verteidigen und, während das Weibchen auf der Jagd ist, für kurze Zeit die Eier zu wärmen. Kommt der Adlermann letzterer Aufgabe nicht nach, weil er einen Gleitschirmflieger "vertreiben" muss, erkalten die Eier und keine Jungen schlüpfen.

Gefährdung

Der König der Lüfte wäre fast verschwunden. Doch dank der Unterschutzstellung des Steinadlers konnten sich die Bestände im Alpenraum erholen. In Bayern gibt es jedoch ein Problem: zwar werden viele Reviere besetzt, aber zu wenig Paare brüten erfolgreich.


Die Beschilderung der Initiative "Dein Freiraum.Mein Lebensraum" soll dabei helfen, Freizeitsportler darüber zu informieren, wenn sie sich den Adlerrevieren nähern.