Die heimischen Tiere sind die echten Outdoor-Pros. Niemand bewegt sich so sicher im Terrain, kennt wichtige Schlupflöcher, weiß sich zu tarnen und hat Gefahren stets im Blick.
Der Alpensalamander kommt vor allem in den mittleren bis hohen Höhenlagen der Alpen sowie in den Gebirgsregionen des Balkans vor. In Deutschland beschränkt sich sein Verbreitungsgebiet daher auf die nördlichen Kalkalpen in Bayern.
Der Alpensalamander lebt bevorzugt in lichten Buchen- und gemischten Laubwäldern, die meist ein kühl-feuchtes Klima aufweisen und häufig in der Nähe von Bächen liegen. In Nadelwäldern kommt er hingegen nur selten vor. Oberhalb der Baumgrenze ist er außerdem in alpinen Lebensräumen wie Alpenweiden, Zwergstrauchfluren, felsigen Gebieten und Geröllhalden anzutreffen.
Der Alpensalamander ernährt sich vor allem von Käfern und deren Larven sowie von Spinnentieren. Darüber hinaus stehen auch Springschwänze, Eintagsfliegen, Schmetterlinge, Ameisen, Asseln, Regenwürmer und Schnecken auf seinem Speiseplan.
Alpensalamander erreichen ein Alter von bis zu 15 Jahren und werden im Alter von etwa zwei bis vier Jahren geschlechtsreif. Die Fortpflanzung erfolgt meist im Frühjahr an Land: Dabei schiebt sich das Männchen – ähnlich wie beim Feuersalamander – unter das Weibchen und hält es fest. Anschließend legt es ein Samenpaket auf dem Boden ab und positioniert das Weibchen so darüber, dass dieses in einen speziellen Samenbehälter in ihrem Körper aufgenommen wird.
Von gut 50 Eiern werden nur ein oder zwei befruchtet. Innerhalb der 2 – 4 Jahre anhaltenden Tragezeit entwickeln sich die Jungtiere vollständig im Mutterleib. Geboren werden sie mit einer Größe von ca. 5 cm. Da die Tiere giftige Hautsekrete absondern, haben sie kaum natürliche Fressfeinde und sichern dadurch trotz geringer Fortpflanzungsrate den Fortbestand der Art.
Der Alpensalamander ist in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Die Art darf also nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.
In den Allgäuer Alpen kommt der Alpensalamander recht häufig vor – da er hier optimale Lebensräume vorfindet. Er ist allerdings durch:
Der Alpensalamander ist einheitlich schwarz glänzend gefärbt. Er sieht recht unscheinbar aus und hat eine zierlicher Gestalt – ganz im Gegensatz zum farblich auffälligen, plumpen Feuersalamander. Seitlich besitzt er Drüsenausgänge, die Ähnlichkeiten mit Warzen aufweisen. Die Bauchseite des Alpensalamanders ist eher bleigrau gefärbt. Der Kopf ist geringfügig länger als breit, während das Maul eine breite, abgerundete Form hat.