Der Apollofalter zählt zu den eindrucksvollsten Schmetterlingen Europas. Mit seinen weißen Flügeln und den auffallend leuchtend roten Augenflecken ist er ein echter Blickfang. Im Oberallgäu kommt er nur noch an wenigen geeigneten Standorten vor. Damit der Apollofalter, auch Roter Apollo genannt, in Zukunft durch die Berglandschaft flattern kann, ist ein sorgsamer Umgamg mit seinem Lebensraum besonders wichtig.
Apollofalter leben an sonnigen, warmen und trockenen Berghängen mit felsigem Untergrund. Sie bevorzugen Magerrasen, Felsfluren und steinige Hänge. Dort wächst ihre Raupennahrungspflanze, der weiße Mauerpfeffer (Sedum album).
Die Raupe des Apollofalters ist sehr wählerisch und auf den weißen Mauerpfeffer, auch Fetthenne genannt, als einzige Nahrung angewiesen. Diese wächst vor allem auf felsigen Nagelfluhblöcken Die Falter selbst ernähren sich von Blütennektar bevorzugt von violetten Blüten, wie die der Kratzdistel.
Als tagaktives Tier fliegt der Apollofalter besonders gerne bei sonnigem Wetter. Mit seinem ruhigen, segelnden Flug bewegt er sich zwischen Felsen und blütenreichen Wiesen.
Durch den Verlust geeigneter Lebensräume und den Rückgang blütenreicher Wiesen ist der Apollofalter stark gefährdet. Die Raupen ernähren sich sehr wählerisch ausschließlich von der Fetthenne, weshalb sie sehr empfindlich auf Veränderungen reagieren. Der Apollofalter ist europaweit streng geschützt.
Die Flügel des Apollofalter sind überwiegend weiß und besitzen schwarze Flecken. Besonders auffällig sind die roten Augenflecken auf den Hinterflügeln, durch die Fressfeinde erschreckt werden.
