Die heimischen Tiere sind die echten Outdoor-Pros. Niemand bewegt sich so sicher im Terrain, kennt wichtige Schlupflöcher, weiß sich zu tarnen und hat Gefahren stets im Blick.
Die Zauneidechse bevorzugt Trockenstandorte und Ödländer, wird durch die moderne Kulturlandschaft jedoch zunehmend auf kleine Restflächen wie Bahndämme, Böschungen, Gärten und Waldränder verdrängt. Dadurch sind ihre Lebensräume heute stark zerschnitten. Für ihr langfristiges Überleben benötigt die Zauneidechse vor allem südlich bis südöstlich ausgerichtete, sonnige Flächen mit lückiger Vegetation und teilweise kahlen Stellen. Darüber hinaus sind Verstecke, wie Sträucher, Steine oder Holzhaufen wichtig für die Zauneidechse.
Zauneidechsen sind Jäger und fressen ausschließlich noch lebende Beute. Ihr Speiseplan setzt sich aus verschiedenen Insekten wie Fliegen, Käfer, Raupen und Heuschrecken zusammen. Spinnen, Asseln, Schnecken oder auch Regenwürmer stellen ebenfalls wichtige Nahrungsquellen dar.
Ab Ende März kommen die Zauneidechsen aus ihren Winterquartieren hervor. Die Paarungszeit zieht sich dann bis in den Juni hinein. Die Eier legt das Weibchen an sonnenexponierten – vegetationsfreien (häufig auch sandigen) Bereichen ab, damit sie sich durch Sonneneinstrahlung erwärmen. Ab Ende Juli und Anfang August schlüpfen die Jungtiere dann. Kurze Zeit später ziehen sich die ausgewachsenen Tiere wieder in ihre Winterquartiere zurück. Die Jungtiere folgen dann im Oktober.
Zauneidechsen sind tagaktive und wechselwarm. Sie wärmen sich also vor allem morgens in der Sonne auf. Bei schlechtem Wetter verstecken sie sich.
Vor allem der Lebensraumverlust macht ihr zu schaffen. Bebauung, Straßenbau, Verkehrsflächen etc. verkleinern die Habitate. Ebenso gefährden eine intensive Land- und Fortwirtschaft die Verbreitung der Zauneidechse. Verstecke sowie Lebensräume werden durch schwere Maschinen zerstört.
Kleinstrukturen, wie Totholz, Steinhaufen oder Hecken werden häufig entfernt. Darüber hinaus verringert sich die Zahl der Insekten, sodass es akut an Nahrung fehlt.
Die Färbung und Zeichnung kann bei Zauneidechsen sehr stark variieren. Sie sind allerdings zumeist braun und besitzen schwarz umrandete, weiße Augenflecken. Zwei hellgraue Seitenlinien verlaufen entlang des Rückens. Während der Balzzeit sind die Männchen leuchtend grün an Kehle und Flanken gefärbt und dadurch leichter zu erkennen.
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